Ladestationen Österreich 2024

Ladestationen Österreich 2024 INSTADRIVE

Öffentliche Ladesäulen

Moderne Elektroautos beeindrucken mit einer Reichweite von über 700 km nach WLTP bei einigen Modellen. Trotzdem benötigen auch diese Fahrzeuge Lademöglichkeiten. Das Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz ist ein Privileg, das nicht jeder hat. Daher sind zahlreiche öffentliche Normalladepunkte in städtischen Gebieten und schnelle Ladeoptionen an Autobahnen unerlässlich. Eine gut ausgebaute öffentliche Ladeinfrastruktur ist daher entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität in Österreich.

Ausbau der Ladeinfrastruktur in Österreich

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Österreich macht schnelle Fortschritte. Aktuell gibt es landesweit bereits 8037 Standorte mit insgesamt 24.885 Ladepunkten. Dieser Fortschritt ist unerlässlich, um die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen bedienen zu können. Derzeit sind etwa 169.124 reine Elektroautos auf den österreichischen Straßen unterwegs, und diese Zahl steigt kontinuierlich an. Um die Elektromobilität weiter voranzutreiben, bleibt der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ein zentraler Aspekt.

Details zur Ladeinfrastruktur in Österreich

Ein genauer Blick auf die Ladeinfrastruktur in Österreich zeigt interessante Details. Von den über 24.000 Ladepunkten verfügen 20 % über eine Schnellladeleistung von 43 kW oder mehr, was etwa 4.977 Schnellladepunkten entspricht. Diese Zahl mag im Vergleich zur Anzahl der Elektrofahrzeuge gering erscheinen, doch dank der kurzen Ladezeiten moderner Elektroautos kann ein Schnellladepunkt mehrfach täglich genutzt werden. Bei einer Betriebszeit von 8 Stunden täglich und einer durchschnittlichen Ladezeit von 30 Minuten können bis zu 16 Elektroautos pro Tag geladen werden. Damit stehen täglich genügend Kapazitäten für 79.632 Schnellladungen zur Verfügung, was für den aktuellen Bestand mehr als ausreichend ist, da natürlich nicht jedes E-Auto täglich geladen werden muss.

Normalladepunkte und ihre Kapazitäten

Zusätzlich zu den Schnellladepunkten sind auch die zahlreichen Normalladepunkte wichtig, die meist mit 11 oder 22 kW laden können. Diese ermöglichen es, täglich bis zu 2,5 Fahrzeuge zu laden, wenn man eine längere Betriebsdauer von 15 Stunden durch nächtliches Laden annimmt und eine durchschnittliche Ladezeit von 6 Stunden pro Fahrzeug einkalkuliert. Mit den 15.428 AC-Ladepunkten können so bis zu 38.571 Elektroautos pro Tag aufgeladen werden. Diese Normalladepunkte tragen wesentlich dazu bei, die tägliche Ladekapazität in Österreich zu erhöhen.

Gesamtkapazität der Ladeinfrastruktur in Österreich

Die österreichische Ladeinfrastruktur ermöglicht bei Standardladungen mit Wechselstrom (11-22 kW) und Schnellladungen mit Gleichstrom (ab 43 kW) insgesamt 118.203 Ladevorgänge pro Tag. Diese Kapazität reicht zwar nicht aus, um jedes der 169.124 Elektrofahrzeuge täglich zu laden, doch das ist auch nicht erforderlich. Das aktuelle Bild zeigt, dass die Ladeinfrastruktur in Österreich gut aufgestellt ist und bestens für den wachsenden Trend der Elektromobilität gerüstet ist.

Öffentliche Ladevorgänge und Nutzung von AC-Ladern

Zu Beginn der Elektromobilitätsoffensive nutzten hauptsächlich Personen Elektroautos, die zu Hause laden konnten. Dies hat sich deutlich verlagert, da Elektroautos nun für viele Menschen interessant geworden sind, unabhängig von ihrer Ladesituation zu Hause. Schätzungen zufolge nutzen etwa 10 % der Elektrofahrzeuge öffentliche AC-Lader, da sie keine private Lademöglichkeit haben. Wenn jedes dieser Fahrzeuge einmal am Tag vollgeladen wird, ergeben sich 16.912 öffentliche Ladevorgänge täglich (10 % von 169.124 Fahrzeugen). Da man in Städten, wo keine weiten Strecken zurückgelegt werden, seltener lädt, gehen wir von einer Vollladung alle drei Tage aus. Damit werden täglich nur etwa 5.637 öffentliche Wechselstromladungen benötigt.

Nutzung von Gleichstrom-Schnellladern

Bei Schnellladevorgängen sieht die Situation anders aus, da diese von allen Elektroautofahrern genutzt werden. Schnelllader werden sowohl von Fahrern, die nicht zu Hause laden können, als auch von E-Mobilisten auf Langstreckenfahrten genutzt. Diese Vielseitigkeit macht Schnellladepunkte zu einem zentralen Bestandteil der Ladeinfrastruktur. Sie sind besonders wichtig für die Effizienz und Bequemlichkeit des Ladevorgangs unterwegs und tragen wesentlich zur Akzeptanz und Verbreitung der Elektromobilität bei.

Auslastung der Schnellladeinfrastruktur

Betrachten wir die Auslastung der Schnellladeinfrastruktur:

Für den Freizeitverkehr, der jeden betrifft, gehen wir von einem Schnellladevorgang pro Monat aus, was 169.124 Schnellladungen pro Monat ergibt. Hinzu kommen berufliche Langstreckenfahrten, die etwa 33% ausmachen. Bei beruflichen Fahrten wird angenommen, dass an jedem Arbeitstag einmal eine Schnellladung stattfindet, also 5 Schnellladungen pro Woche und rund 20 Ladungen pro Monat. Dies betrifft 55.810 Fahrzeuge (33% von 169.124), was in 1,116 Millionen Schnellladungen pro Monat resultiert.

Zusätzlich gibt es jene, die zu Hause keine Lademöglichkeit haben und daher gelegentlich Schnelllader nutzen. Dies betrifft die oben genannten 10%, also 16.912 Fahrzeuge. Wenn diese zweimal pro Woche aufladen, ergeben sich dadurch 135.296 Schnellladungen pro Monat (2 x 4 Wochen x 16.912). Insgesamt finden somit in Österreich etwa 1.420.620 Schnellladungen pro Monat statt.

Die Kapazität der Schnelllader beträgt 2,388 Millionen Ladevorgänge pro Monat (79632 x 30 Tage). Die Auslastung der Schnelllader in Österreich liegt damit bei 60 %.

Destination Charger

Neben den Schnellladern gibt es in großen Städten auch zahlreiche sogenannte Destination Charger, also Ladepunkte, bei denen das Auto ohnehin geparkt wäre, zum Beispiel in Hotel-Tiefgaragen, sodass die Ladegeschwindigkeit weniger wichtig ist.
Österreichweit gibt es aktuell (Stand Juni 2024) 15.428 Anschlüsse für das Laden mit Leistungen von 11 kW bis 42 kW. Bei einer durchschnittlichen Ladedauer von 6 Stunden schafft ein Ladepunkt theoretisch die Vollladung von 4 Elektroautos pro Tag. Da jedoch die Nutzung nicht durchgehend erfolgt und die meisten Fahrzeuge nicht die gesamte Zeit an der Ladestation stehen, gehen wir von einer tatsächlichen Nutzungsdauer von 8 Stunden pro Tag und 2 Autos pro Ladepunkt aus. Somit sind pro Tag 30.857 Ladevorgänge möglich (2 x 15.428). Wenn hier 10 % der Elektroautos (16.912) täglich laden müssten, läge die Auslastung bei 55 %.

Fazit

Der Trend zur Elektromobilität ist unaufhaltsam, und die Zahl der Elektroautos auf Österreichs Straßen steigt stetig an. Gleichzeitig wächst auch die Anzahl der Ladepunkte, wodurch die Ladeinfrastruktur kontinuierlich verbessert wird. Dennoch ist es unerlässlich, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voranzutreiben, um sicherzustellen, dass die Elektromobilität nicht ins Stocken gerät. Nur so kann die Nachfrage nach Lademöglichkeiten gedeckt werden und die Umstellung auf umweltfreundliche Antriebe langfristig erfolgreich sein.
Der fortwährende Ausbau der Ladeinfrastruktur bleibt also eine zentrale Aufgabe, um die Elektromobilität in Österreich nachhaltig zu unterstützen und den steigenden Bedarf an Lademöglichkeiten zu decken.

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Simona Marino
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