Skoda Epiq im Check: Kompaktes E-SUV ab 25.900 €

Skoda Epiq im Check INSTADRIVE ecarso

Skoda greift im Einstiegssegment an

Mit dem Epiq schickt Skoda erstmals ein vollelektrisches City-SUV ins Rennen, das preislich auf Augenhöhe mit klassischen Verbrennern der gleichen Klasse liegt. Das Auto soll genau dort ansetzen, wo viele beim Thema E-Mobilität bisher gezögert haben: bei einem Preis, der nicht abschreckt, und bei einem Format, das in die Stadt passt, ohne im Alltag zu klein zu sein.
Die ersten Tester, die den Epiq schon im Detail unter die Lupe nehmen konnten, sind sich in einem Punkt einig: Skoda hat hier nicht einfach ein günstiges Sparauto auf die Räder gestellt, sondern ein durchdachtes Fahrzeug mit einigen Überraschungen - sowohl positiven als auch kritischen. Wir haben uns die Eindrücke angesehen und mit den offiziellen Daten abgeglichen. Wer ist der Epiq, was kann er, wo macht er Kompromisse - und für wen lohnt sich der Blick?

Skoda Epiq im Check Heck INSTADRIVE ecarso

Was ist der Skoda Epiq und für wen ist er gemacht?

Skodas neues vollelektrisches Einstiegsmodell, gedacht für Stadt und Familie.

Der Epiq ist Skodas neues Einstiegsmodell in der vollelektrischen Modellpalette.

Mit 4,17 Metern Länge ist der Epiq kürzer als der Elroq und deutlich kompakter als der Enyaq, baut aber auf der neuen MEB+ Plattform auf, einer Weiterentwicklung des bekannten MEB-Baukastens von Volkswagen, die erstmals in den Einstiegsmodellen des Konzerns zum Einsatz kommt. Auf derselben Basis entstehen auch der VW ID. Polo und der Cupra Raval, alle drei werden im spanischen Werk in Pamplona gefertigt.

Optisch markiert der Epiq einen klaren Bruch mit dem bisherigen Skoda-Look. Er ist das erste Serienauto der Marke, das die neue Designsprache „Modern Solid" vollständig umsetzt: klare Linien, ein geschlossenes „Tech-Deck Face" an der Front statt klassischem Grill und eine markante T-förmige LED-Lichtsignatur, die künftig alle SUV-Modelle von Skoda kennzeichnen wird.

Der Epiq richtet sich an eine klar umrissene Zielgruppe: Erstkäufer eines Elektroautos, junge Familien und Pendler, denen ein Enyaq zu groß und ein Elroq noch zu teuer ist. Skoda selbst spricht davon, dass die Basisversion in vielen Märkten preislich auf dem Niveau des Verbrenner-Bruders Kamiq landet, also rund 25.000 bis 27.000 Euro. Diese Preisparität zum Verbrenner ist das eigentlich Spannende am Epiq und könnte das Argument sein, das viele bisher Zögernde zum Umstieg bewegt.

Wann kommt der Epiq und was kostet er?

Bestellbar seit Mai 2026, aber nur in der Topversion. Auf den günstigen Einstieg muss man bis Herbst warten.


Skoda öffnet den Konfigurator schrittweise. Seit dem 20. Mai 2026 ist das Topmodell Epiq 55 in Deutschland und Österreich bestellbar, also einen Tag nach der Weltpremiere am 19. Mai. Es startet in der Ausstattungslinie Essence bei 32.100 Euro in Deutschland beziehungsweise 33.280 Euro in Österreich. Die höherwertige Selection-Linie und das limitierte Sondermodell Edition Eins folgen ebenfalls in dieser ersten Bestellwelle und liegen bei 35.600 Euro in Deutschland und 36.880 Euro in Österreich. Erste Auslieferungen sind für das dritte Quartal 2026 geplant.

Wer auf das günstige Basismodell wartet, braucht etwas Geduld. Der Epiq 35 mit 85 kW und kleinerem LFP-Akku startet erst Ende September 2026 in Deutschland beziehungsweise Anfang Oktober 2026 in Österreich. Die Einstiegspreise liegen dann bei 25.900 Euro (DE) und 26.880 Euro (AT). Damit erreicht der Epiq in der Basis tatsächlich annähernde Preisparität mit seinem Verbrenner-Bruder Kamiq, der aktuell bei rund 25.300 Euro startet. Zwischen Basis- und Topmodell positioniert sich der Epiq 40 mit 99 kW Leistung bei gleichem Akku ab 27.900 Euro (DE) beziehungsweise 29.080 Euro (AT), ebenfalls erst ab Herbst lieferbar.

Wer also den günstigen Einstieg sucht, muss bis Herbst warten und die ersten Auslieferungen liegen damit voraussichtlich erst im ersten Halbjahr 2027. Wer den Epiq jetzt schon haben will, kommt am Epiq 55 mit großem NMC-Akku und 155 kW Leistung nicht vorbei. Skoda verspricht für die staatlichen E-Auto-Förderungen in Deutschland und Österreich, dass diese auf alle Epiq-Varianten anwendbar sind und den effektiven Endpreis weiter senken werden.

Wie weit kommt der Epiq und wie schnell lädt er?

Mit der großen Batterie bis zu 441 Kilometer nach WLTP, real je nach Jahreszeit zwischen 270 und 375 Kilometer. Geladen wird in der Spitze mit 105 kW Gleichstrom.


Der Epiq 55 verfügt über einen 51,7-kWh-NMC-Akku (netto) und erreicht nach WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 441 Kilometern. Die realen Werte fallen, wie bei jedem E-Auto, deutlich niedriger aus und hängen stark von Temperatur und Fahrprofil ab. Eine Prognose der EV-Database geht von rund 375 Kilometern kombiniert im Sommer (23 °C) und 270 Kilometern kombiniert im Winter (-10 °C) aus. Auf der Autobahn bei konstant 110 km/h schrumpft die Reichweite im Winter auf etwa 225 Kilometer, im Sommer steigt sie auf rund 295 Kilometer. Eine Wärmepumpe für effizienteres Heizen ist bei Skoda nur optional erhältlich, was sich vor allem im Winter bemerkbar machen dürfte.
Die kleineren Varianten 35 und 40 teilen sich denselben 37-kWh-LFP-Akku und kommen damit nach WLTP auf rund 310 bis 315 Kilometer. Damit eignen sie sich vor allem für den städtischen Alltag und kurze Pendelstrecken. Wer regelmäßig längere Strecken oder Autobahnetappen fährt, sollte den 55er ernsthaft in Betracht ziehen.
Beim Laden zeigt sich der Epiq solide, aber nicht spektakulär. Der Epiq 55 lädt am Schnelllader mit einer Spitzenleistung von 105 kW Gleichstrom und benötigt für den Sprung von 10 auf 80 Prozent rund 24 Minuten. Der Epiq 40 schafft 90 kW, das Basismodell Epiq 35 ist auf 50 kW gedeckelt und benötigt entsprechend rund 45 Minuten für denselben Ladehub. An der Wallbox lädt der Epiq dreiphasig mit serienmäßig 11 kW Wechselstrom. Praktisch im Alltag: Der Ladeanschluss sitzt vorne rechts, was vor allem Garagenbesitzer freuen dürfte, und der Routenplaner im Infotainment kann Ladeanbieter aktiv priorisieren oder ausschließen, sodass etwa Stationen mit vorhandenem Abonnement bevorzugt eingeplant werden.
Eine weitere Stärke ist das bidirektionale Laden. Ab dem Epiq 40 unterstützt der Wagen Vehicle-to-Load (V2L) mit bis zu 3,6 kW über einen Adapter am Typ-2-Anschluss. Damit lassen sich Elektrogeräte direkt aus dem Auto versorgen, vom Wasserkocher beim Camping bis zur Werkzeugmaschine auf der Baustelle. Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid sind laut Skoda angekündigt, aber zum Marktstart noch nicht aktiv.

Wie viel Platz steckt im kompakten City-SUV Skoda Epiq?

Trotz nur 4,17 Metern Länge bietet der Epiq einen 475-Liter-Kofferraum, viel Beinfreiheit im Fond und einen zusätzlichen Frunk unter der Motorhaube.

Mit Außenmaßen von 4.171 mm Länge, 1.798 mm Breite und 1.581 mm Höhe ordnet sich der Epiq klar im B-Segment ein, also auf dem Niveau von VW T-Cross oder Renault Captur. Der Radstand von 2.601 mm sorgt dafür, dass der Innenraum dennoch großzügig wirkt. Tester loben vor allem die Beinfreiheit im Fond, die nach ihren Eindrücken sogar den deutlich längeren Volvo EX30 übertrifft. Das ist eine direkte Folge der MEB+-Architektur: Ohne klassischen Antriebsstrang lässt sich der Raum zwischen den Achsen besser nutzen.
Der Kofferraum fasst 475 Liter und gehört damit zu den größten Werten seiner Klasse. Bei umgeklappter Rücksitzbank wächst das Ladevolumen auf 1.345 Liter. Unter der Motorhaube findet sich zusätzlich ein 25 Liter großer Frunk, der laut Skoda ideal für das Ladekabel ist und dessen Mechanismus auch als Zuziehhilfe der Haube dient. Insgesamt summieren sich die Ablagefächer im Innenraum auf weitere 28 Liter Stauraum.
Für Familien ist der Epiq solide aufgestellt: Drei Isofix-Punkte sind serienmäßig, einer davon auf dem Beifahrersitz. Im Fond gibt es zwei eigene Klimaauslässe und Kleiderhaken und Handytaschen an den Vordersitzlehnen. Was Tester vermisst haben: Haltegriffe am Dachhimmel. Das Leergewicht des Epiq 55 liegt nach EG-Norm bei 1.618 kg, die zulässige Gesamtmasse bei 2.080 kg, was eine Nutzlast von rund 537 kg ergibt.
Für alle, die gelegentlich einen Anhänger ziehen wollen, bietet der Epiq 55 eine optionale Anhängerkupplung mit 1.200 kg gebremster Anhängelast bei 75 kg Stützlast. Die ungebremste Anhängelast liegt bei 750 kg. Damit eignet sich der Epiq 55 etwa für kleinere Wohnwagen, Pferde- oder Bootsanhänger im unteren Gewichtsbereich. Konkrete Werte für die Varianten 35 und 40 hat Skoda zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final kommuniziert.
Skoda-typisch sind die vielen kleinen „Simply Clever"-Lösungen, die den Alltag erleichtern: ein recycelter Eiskratzer in der Heckklappe, ein Regenschirm in der Fahrertür, eine Klett-Halterung für das Ladekabel im Kofferraum, optionale Haken an den Isofix-Top-Tether-Punkten für Einkaufstaschen und ein Parkscheinhalter an der Windschutzscheibe.

Was bietet der Innenraum der Skoda Epiq?

Ein 13-Zoll-Touchscreen, echte Tasten und Drehrädchen statt Touch-Slider, nachhaltige Materialien und ein neues Bedienkonzept auf Android-Basis.


Skoda hat aus der Kritik an früheren E-Modellen gelernt und kehrt im Epiq zu einer intuitiveren Bedienung zurück. Zwei Displays prägen das Cockpit: ein 12,9-Zoll-Zentraltouchscreen und ein kleineres 5,3-Zoll-Fahrerinfodisplay hinter dem Lenkrad. Unter dem Touchscreen sitzt eine Leiste mit echten physischen Tasten, und am Dreispeichen-Lenkrad finden sich haptische Tasten sowie hochwertige Metall-Drehrädchen für Lautstärke und weitere Funktionen. Wer schon einmal versucht hat, während der Fahrt mit einem Touch-Slider klarzukommen, wird das zu schätzen wissen.

Die Software basiert auf Android Automotive und integriert nativ Apps wie Google Maps, Spotify und YouTube. Besonders hervorzuheben ist der bereits erwähnte EV-Routenplaner, der Ladestopps automatisch in die Navigation einplant und sich an individuelle Ladekartenabos des Nutzers anpassen lässt. Damit lassen sich bevorzugte Anbieter aktiv ansteuern und teurere Stationen umgehen. Der Travel Assist 3.0 übernimmt auf Wunsch das Anhalten an Ampeln und Stoppschildern und unterstützt assistiertes Spurwechseln auf der Autobahn.

Bei den Materialien geht Skoda zwei Wege. Einerseits setzt die Marke konsequent auf nachhaltige und tierfreie Materialien: Alle Sitzbezüge bestehen aus 100 Prozent recycelten Polyesterfasern, am Armaturenbrett und an den Türverkleidungen kommt die Lederalternative Techtona zum Einsatz, und insgesamt verarbeitet der Epiq über 34 Kilogramm recycelte Materialien. Andererseits bemängeln Tester, dass an Mittelkonsole und hinteren Türverkleidungen großflächig Hartplastik verbaut ist, das sich auch gegen Aufpreis nicht aufwerten lässt. Im Einstiegssegment ist das nicht ungewöhnlich, aber bei einem 35.000-Euro-Topmodell darf man darüber diskutieren.

Ein paar Details runden den Innenraum ab: eine belüftete induktive Ladeschale verhindert das Überhitzen des Smartphones, das limitierte Sondermodell Edition Eins bringt orangefarbene Sicherheitsgurte und Kontrastnähte mit, und die digitale Fahrzeugschlüssel-Funktion für iPhone und Android wird laut Skoda noch 2026 per Software-Update freigeschaltet. Plug & Charge ist serienmäßig an Bord, sodass das Laden an kompatiblen Säulen ohne separate Authentifizierung funktioniert.

Skoda Epiq Cockpitansicht

Skoda Epiq im Check Cockpit INSTADRIVE ecarso

Skoda Epiq: Die technischen Daten im Überblick

Merkmal Epiq 35 Epiq 40 Epiq 55
Leistung 85 kW (115 PS) 99 kW (135 PS) 155 kW (211 PS)
Drehmoment 267 Nm 267 Nm 290 Nm
Akku (netto) 37 kWh LFP 37 kWh LFP 51,7 kWh NMC
Reichweite (WLTP) bis 310 km bis 310 km bis 441 km
Ladeleistung DC (max.) 50 kW 90 kW 105 kW
Ladezeit 10-80 % DC ca. 45 Min. ca. 28 Min. ca. 24 Min.
Ladeleistung AC 11 kW 11 kW 11 kW
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h 150 km/h 160 km/h
V2L (bidirektionales Laden) nein ja, 3,6 kW ja, 3,6 kW
Anhängelast (gebremst) k. A. k. A. 1.200 kg
Kofferraum 475 / 1.345 L 475 / 1.345 L 475 / 1.345 L
Frunk 25 L 25 L 25 L
Länge / Breite / Höhe 4.171 / 1.798 / 1.581 mm 4.171 / 1.798 / 1.581 mm 4.171 / 1.798 / 1.581 mm
Radstand 2.601 mm 2.601 mm 2.601 mm
Antrieb Front Front Front
Plattform MEB+ MEB+ MEB+
Preis Deutschland ab 25.900 € ab 27.900 € ab 32.100 €
Preis Österreich ab 26.880 € ab 29.080 € ab 33.280 €
Marktstart Sept./Okt. 2026 Sept./Okt. 2026 seit Mai 2026

Fazit: Lohnt sich der Skoda Epiq?

Mit dem Epiq schließt Skoda eine Lücke im eigenen Portfolio und liefert ein Elektro-SUV, das sich nicht hinter seinem Verbrenner-Bruder Kamiq verstecken muss. Der Epiq trifft bei Format, Platzangebot und Bedienkonzept genau die Punkte, an denen viele bisherige Einstiegs-Stromer geschwächelt haben. Echte Tasten und Drehrädchen statt frustrierender Touch-Slider, ein 475-Liter-Kofferraum auf 4,17 Meter Außenlänge und ein durchdachter EV-Routenplaner zeigen, dass Skoda das Auto auf Alltagstauglichkeit ausgelegt hat.

Wer mit 26.000 Euro günstig einsteigen will, muss sich allerdings noch bis Herbst gedulden. Bis dahin ist nur der Epiq 55 mit großem Akku und 211 PS bestellbar, der mit knapp 33.000 Euro deutlich oberhalb des kommunizierten Einstiegspreises liegt. Auch beim Hartplastik an Mittelkonsole und hinteren Türverkleidungen, der optionalen Wärmepumpe und der nur 50 kW DC-Ladeleistung des Basismodells gibt es Punkte, an denen man die Kostendisziplin spürt.

Trotz dieser Einschränkungen ist der Epiq für Familien und Pendler, die ein alltagstaugliches Elektroauto zum Verbrennerpreis suchen, eine ernstzunehmende Option. Wie sich der Wagen im Realbetrieb tatsächlich schlägt, vor allem bei Reichweite, Ladekurve und Verarbeitungsqualität, werden die ersten unabhängigen Tests in den kommenden Monaten zeigen.

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Simona Marino
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