Skoda entwickelt Enyaq und Elroq konsequent weiter
Skoda arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Elektro-SUVs Enyaq und Elroq und bringt für das kommende Modelljahr eine Reihe technischer und funktionaler Anpassungen. Dabei geht es nicht nur um kleinere Updates, sondern um gezielte Weiterentwicklung in mehreren Bereichen gleichzeitig – von Software und Bedienung über Fahrverhalten bis hin zu besserer Nutzbarkeit im Alltag.
Auffällig ist: Einige Änderungen wirken auf den ersten Blick wie ein Rückschritt – etwa bei Ladeleistung oder Motorleistung. Gleichzeitig zeigen sich bei genauerem Hinsehen Vorteile in anderen Bereichen, die im täglichen Einsatz eine größere Rolle spielen. Das macht das Update besonders spannend und sorgt dafür, dass sich ein genauer Blick auf die Neuerungen lohnt.
Welche Antriebe und Fahrleistungen bieten Enyaq und Elroq 2026?
Die Modelle decken weiterhin ein breites Leistungsspektrum von 140 kW bis 250 kW ab.
Die neuen Einstiegsversionen von Enyaq und Elroq leisten 140 kW und ersetzen damit die bisherigen Varianten mit 150 kW. Die Beschleunigung liegt beim Elroq bei rund 8,5 Sekunden und beim Enyaq bei etwa 8,6 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei diesen Varianten auf 160 km/h begrenzt.
Die stärkeren Modelle bleiben unverändert im Programm und bieten deutlich mehr Leistung. Der Elroq 85 erreicht 210 kW und 180 km/h, der Elroq 85x mit Allradantrieb 220 kW und ebenfalls 180 km/h. Die RS-Version stellt mit 250 kW die Topmotorisierung dar und erreicht ebenfalls 180 km/h. Die Beschleunigung verbessert sich hier deutlich auf etwa 6,6 Sekunden beim 85, rund 6,2 Sekunden beim 85x und etwa 5,4 Sekunden bei der RS-Version.
Was ändert sich bei Batterie und Ladeleistung der neuen 60er-Version von Enyaq und Elroq?
Die neuen Basisversionen setzen auf LFP-Technologie mit geringerer Peak-Leistung, aber alltagstauglicher Auslegung.
Die neuen 60er-Varianten erhalten eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit 58 kWh netto und 61 kWh brutto. Diese wird in Cell-to-Pack-Bauweise gefertigt, bei der die Zellen direkt in das Batteriepaket integriert werden.
Im Vergleich zur bisherigen NMC-Batterie mit 59 kWh netto sinkt die maximale DC-Ladeleistung deutlich auf 105 kW. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent liegt bei etwa 26 Minuten. Die tatsächliche Ladeleistung kann dabei je nach Temperatur, Ladezustand, Batteriezustand und Infrastruktur variieren.
Die stärkeren Varianten bleiben bei einer Batterie mit 77 kWh netto und 82 kWh brutto. Hier liegt die maximale Ladeleistung bei 165 kW, die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent beträgt rund 29 Minuten.
Sind die geringere Leistung und Ladeleistung echte Nachteile?
Nein, die Änderungen sind bewusst gewählt und im Alltag kaum relevant.
Die Reduktion von 150 auf 140 kW sowie die geringere maximale Ladeleistung wirken zunächst wie ein Rückschritt. Tatsächlich sind sie Teil der Strategie: LFP-Batterien sind robuster bei häufigem Laden, langlebiger und kostengünstiger.
Entscheidend ist zudem die reale Ladezeit: Trotz niedrigerer Peak-Leistung bleibt der Ladevorgang mit rund 26 Minuten konkurrenzfähig. Die Ladeleistung verläuft stabiler, wodurch sich der Unterschied in der Praxis relativiert. Die Anpassungen sind daher weniger als Nachteil, sondern vielmehr als Optimierung für typische Nutzungsszenarien zu verstehen.
Wie hoch ist die Anhängelast von Enyaq und Elroq 2026?
Die stärkeren Varianten erreichen bis zu 2200 kg und bieten damit hohe Alltagstauglichkeit.
Die Anhängelast unterscheidet sich deutlich je nach Variante. Die Einstiegsversionen sind auf 1.000 kg ausgelegt, bei geringer Steigung sind bis zu 1.200 kg möglich.
Die stärkeren Varianten bieten deutlich mehr. Der Elroq erreicht bis zu 1.800 kg Anhängelast. Der Enyaq liegt je nach Version bei bis zu 2.000 kg und in der RS-Version sogar bei bis zu 2.200 kg. Diese Werte gelten sowohl bei 12 als auch bei 8 Prozent Steigung.
Damit positionieren sich die größeren Varianten als vielseitige Fahrzeuge, die auch für Anhängerbetrieb oder Wohnwagen geeignet sind.
Welche neuen Funktionen verbessern die Praktikabilität von Elroq und Enyaq im Alltag?
V2L, Digital Key, Frunk und erweiterte Konnektivität erhöhen Komfort und Nutzwert deutlich.
Skoda verbessert die Alltagstauglichkeit durch mehrere neue Funktionen. So ermöglicht etwas Vehicle-to-Load (V2L) die Stromversorgung externer Geräte über das Fahrzeug, etwa für Werkzeuge oder Campingausrüstung.
Erstmals kommt ein Frunk mit 21 Litern Volumen zum Einsatz, der zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube bietet. Die Motorhaube wird dabei durch Gasdruckfedern bewegt.
Ein Digital Key ersetzt den klassischen Autoschlüssel und ermöglicht das Ver- und Entriegeln sowie Starten des Fahrzeugs per Smartphone. Der Zugriff kann über die Wallet-Funktion auch an andere Personen weitergegeben werden.
Die Phonebox unterstützt kabelloses Laden mit bis zu 25 Watt nach Qi2-Standard, während USB-C-Anschlüsse weiterhin bis zu 45 Watt liefern. Die MySkoda App liefert zusätzliche Fahrdaten wie Energieverbrauch und synchronisiert Ziele mit dem Fahrzeug
Skoda Infotainment-Display
Wie wurde das Infotainment und die Ladeplanung bei Enyaq und Elroq verbessert?
Ein neues Android-System mit integriertem Powerpass verbessert Bedienung und Routenplanung deutlich.
Das Infotainment basiert künftig auf einer neuen Android-Plattform mit überarbeitetem Startbildschirm, Rasterlayout sowie Such- und Favoritenfunktion. Ein App-Store ermöglicht den Zugriff auf Anwendungen wie Spotify, YouTube sowie weitere Apps aus verschiedenen Kategorien.
Die Navigation integriert den Skoda Powerpass direkt ins System. Ladepunkte werden entlang der Route inklusive Preisen, Verfügbarkeit und Ladeleistung angezeigt. Nutzer können gezielt Anbieter filtern, bevorzugen oder ausschließen. Insgesamt stehen rund 1.000.000 Ladepunkte in Europa zur Verfügung.
Zusätzlich werden Google-Dienste wie Online-Suche, Satellitenkarten und Points of Interest entlang der Route integriert. Plug & Charge ermöglicht die automatische Authentifizierung an kompatiblen Wallboxen.
Welche Assistenzsysteme und Sicherheitsfunktionen kommen neu hinzu?
Travel Assist 3.0 und neue Sensorik verbessern Sicherheit und Fahrerunterstützung deutlich.
Der neue Travel Assist 3.0 bietet präzisere Spurführung, sanftere Geschwindigkeitsregelung und eine verbesserte Integration von Online-Diensten. Der Notfallassistent kann das Fahrzeug im Ernstfall selbstständig auf den Standstreifen lenken.
Neue Radarsensoren in den Stoßfängern verbessern den Kreuzungsassistenten und erkennen Fahrzeuge, Fahrräder und E-Scooter frühzeitig. Eine Innenraumkamera überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers per Eye-Tracking.
Zusätzlich wird die Lichtsteuerung erweitert. Neben dem Tagfahrlicht gibt es eine zusätzliche Stufe für schlechte Sichtverhältnisse, bei der auch die Rückleuchten aktiviert werden.
Wie verändern One-Pedal-Driving und Rekuperation das Fahrverhalten?
Das Fahrzeug kann nun vollständig ohne Bremse bis zum Stillstand verzögern.
Das One-Pedal-Driving wird erweitert und ermöglicht erstmals ein vollständiges Abbremsen bis zum Stillstand. Die Rekuperation kann in zwei Stufen eingestellt werden und wird über das Infotainment oder die Schaltwippen gesteuert. Dies verbessert sowohl den Komfort im Stadtverkehr als auch die Energieeffizienz.
Wann erscheinen die neuen Modelle und wo sortieren sie sich preislich ein?
Die Markteinführung erfolgt Mitte 2026, die Preise dürften sich am bisherigen Niveau orientieren.
Die überarbeiteten Modelle werden ab Mitte 2026 eingeführt, der Bestellstart erfolgt bereits früher. Konkrete Preise nennt Skoda noch nicht, es wird jedoch erwartet, dass sie sich nahe an den bisherigen Modellen orientieren.
Für die Einstiegsversionen wurden zuletzt Preise im Bereich von rund 38.000 Euro für den Elroq und etwa 44.000 Euro für den Enyaq genannt. Gleichzeitig schafft Skoda Platz für ein günstigeres Einstiegsmodell wie den kommenden Epiq, der unterhalb dieser Preisregion positioniert werden soll.
Fazit: Sind die „Rückschritte“ bei Enyaq und Elroq 2026 wirklich Nachteile?
Die Überarbeitung von Enyaq und Elroq zeigt, dass sich Elektromobilität zunehmend vom reinen Leistungsdenken löst. Statt maximaler Werte stehen reale Nutzungsszenarien im Fokus.
Die geringere Motorleistung und Ladeleistung der Basisversionen werden durch Vorteile bei Kosten, Haltbarkeit und Alltag ausgeglichen. Gleichzeitig bieten die stärkeren Varianten weiterhin hohe Leistung, große Reichweite und eine außergewöhnlich hohe Anhängelast.
So schafft Skoda eine differenziertere Modellpalette, die unterschiedliche Anforderungen abdeckt und zeigt, wie sich Elektroautos zunehmend an realen Bedürfnissen im Alltag orientieren.
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Simona Marino
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