KIA EV9 in Europa vorgestellt

KIA enthüllt den EV9 in Europa 

Die Europa-Premiere des Kia EV9 hat endlich stattgefunden, ein Anlass, der es uns ermöglicht, eine umfassende Darstellung der Merkmale dieses SUV-Monsters zu liefern. Darüber hinaus beleuchten wir die Unterschiede, die es gibt, je nachdem, ob man das Fahrzeug in Deutschland oder Österreich erwirbt. Es ist interessant, dass dieses Modell bestimmte Funktionen aufweist, die nicht in allen EU-Ländern erlaubt sind. Dazu später mehr.

Überblick zum KIA EV9

Im Segment der großen SUVs betritt KIA mit dem EV9 Neuland. Mit einer erstaunlichen Länge von 5,01 Metern positioniert sich der EV9 in einer Liga mit Modellen wie dem Audi Q8 e-tron, BMW iX oder Tesla Model X. Einzigartig ist jedoch das Angebot von sieben vollwertigen Sitzen im EV9, wobei selbst die Passagiere in der dritten Reihe über ausreichend Kopffreiheit verfügen. Dies ist hauptsächlich auf das gerade Dach des EV9 zurückzuführen, das im Gegensatz zur coupéartigen Form seiner Mitbewerber nicht nach hinten abfällt. Das eckige Design trägt zur Großzügigkeit des Innenraums bei.

Raumangebot und Sitze im EV9

Die Sitzanordnung kann flexibel gestaltet werden, mit einer Option für drei Sitze in der zweiten Reihe oder alternativ zwei Einzelsitzen, die um 180 Grad drehbar sind. Dadurch entsteht ein wohnliches Ambiente, das längere Fahrten zu einem Vergnügen macht. Die dritte Sitzreihe ist im EV9 stets vorhanden.

Innenraum und Kofferraum des KIA EV9

Das restliche Innenraumdesign und das Cockpit ähneln denen des EV6, wobei der EV9 insgesamt größer ist. Die beiden Bildschirme wurden weiterentwickelt und verfügen nun über eine dritte Anzeige für die Klimasteuerung, die über physische Bedienelemente eingestellt wird. Dank des Terrain-Modus beweist sich der KIA EV9 als echter Alleskönner.
Das Gepäckraumvolumen des EV9 beträgt 333 Liter, selbst wenn alle sieben Sitze belegt sind, ähnlich dem Tesla Model X. Bei umgeklappter dritter Sitzreihe erhöht sich das Volumen auf großzügige 828 Liter.

KIA EV9: Technik

Technisch gesehen setzt der EV9 auf die bereits etablierte E-GMP Plattform, bietet jedoch eine größere Batteriekapazität als der kleinere EV6. Die längere Radstand ermöglicht die Unterbringung zusätzlicher Batteriemodule, sodass der KIA EV9 eine beachtliche Batteriekapazität von 99,8 kWh aufweist. Damit kann eine WLTP-Reichweite von mindestens 497 km, und im Optimalfall sogar 541 km erreicht werden.

Bei leerer Batterie ermöglicht die moderne 800-V-Technologie ein schnelles Wiederaufladen. KIA hat die maximale Ladeleistung noch nicht spezifiziert, gibt aber an, dass innerhalb von 15 Minuten eine Reichweite von 239 km nachgeladen werden kann. Basierend auf der maximalen WLTP-Reichweite von 541 km entspricht dies einem Anteil von etwa 44 %. Dies lässt auf eine Ladezeit von etwa 25 Minuten für den Bereich von 10 bis 80% schließen, was ein beachtlicher Wert ist.

Leistungstechnisch wird es zwei Versionen geben: eine Hinterradantriebsvariante mit 204 PS und zwei Allradversionen mit 384 PS und entweder 600 oder 700 Nm Drehmoment. Die Basismodell-Version des KIA EV9 erreicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,4 Sekunden, während die beiden Allradvarianten diese Geschwindigkeit in 6,0 beziehungsweise 5,3 Sekunden erreichen. Die Leistung der Allradvarianten ermöglicht definitiv eine dynamischere Fahrweise, sollte das gewünscht sein.

Autonomes Fahren im KIA EV9

Wie oben bereits erwähnt, wird der EV9 innerhalb der EU unterschiedlich konfiguriert sein. Der Innenraum und die Antriebstechnik bleiben konstant, aber die Unterschiede zeigen sich in den Assistenzsystemen. Insbesondere in Deutschland scheint der EV9 eine Vorreiterrolle zu übernehmen: Der Wagen wird in der Lage sein, teilautonomes Fahren nach Level 3 zu unterstützen. Dies bedeutet, dass er in Stau- oder Stop-and-Go-Verkehrssituationen auf der Autobahn selbstständig fahren kann, ohne dass der Fahrer das Lenkrad berühren oder besonders aufmerksam sein muss. Interessanterweise ist es dabei sogar legal, das Mobiltelefon zu nutzen, zum Beispiel um eine SMS zu schreiben. Da diese Funktion bisher nur im Mercedes EQS und in der S-Klasse vorhanden ist, könnten sich bei einer Polizeikontrolle eventuell Erklärungsprobleme ergeben. Nichtsdestotrotz ist die Funktion in Deutschland erlaubt.
Allerdings gibt es einen wesentlichen Haken - diese Funktion ist derzeit nur in Deutschland zugelassen. In anderen EU-Ländern, einschließlich Österreich, ist sie noch nicht genehmigt. Eine Idee wäre es, einen EV9 aus Deutschland zu importieren, jedoch erkennt das Fahrzeug dank GPS-Lokalisierung automatisch seinen Standort und verhindert die Aktivierung des Systems außerhalb Deutschlands. Allerdings ist die erforderliche Technologie in jedem EV9 eingebaut, sodass es in Zukunft, sollte die Genehmigung in Österreich oder anderen Ländern erteilt werden, lediglich einer Softwareaktualisierung bedarf.

Preis des KIA EV9

Abschließend möchten wir uns einem entscheidenden Aspekt widmen - dem Preis. Obwohl noch keine offiziellen Preise veröffentlicht wurden, dürfte der Einstiegspreis des KIA EV9 bei etwa 70.000 € liegen. Zugegeben, das ist eine erhebliche Investition, aber in Relation zu anderen Modellen mit ähnlichem Raumangebot und sieben Sitzen relativiert sich dieser Betrag.

Zum Vergleich: das Mercedes EQE SUV ist nur mit zwei Sitzreihen erhältlich, während das EQS SUV in Deutschland mindestens 110.800 € kostet. Das Tesla Model X mit sieben Sitzen schlägt mindestens mit 117.690 € zu Buche. In Anbetracht dieser Preispunkte könnte sich der KIA EV9 als ein besonders aufregendes Elektrofahrzeug positionieren. Es bietet enorm viel Platz und ist dennoch um mehrere Zehntausend Euro günstiger als vergleichbare Modelle.

KIA EV9: Fazit

Zusammengefasst bietet der KIA EV9 als neuer Akteur im Segment der großen SUVs eine tolle Ausstattung, eine beachtliche Reichweite, Flexibilität in der Sitzanordnung und ein großzügiges Raumangebot. Das alles macht ihn zu einem vielseitigen und familienfreundlichen Elektroauto. Die Unterschiede in den Funktionalitäten je nach Erwerbsland innerhalb der EU lassen einigen Spielraum, wie denn der Markt auf diese spannende neue Ergänzung reagieren wird.



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