Audi A2 e-tron: ein bekannter Name mit neuer Aufgabe
Der Audi A2 ist zurück, diesmal aber vollelektrisch und als neuer Einstieg in Audis elektrische Kompaktklasse. Das Fahrzeug verbindet kompakte Außenmaße mit viel Innenraum, hoher Effizienz und moderner Digitaltechnik. Entwickelt und gebaut wird der A2 e-tron in Ingolstadt.
Gelobt werden vor allem das Raumkonzept, die vielen durchdachten Detaillösungen und die eigenständigere Umsetzung trotz enger technischer Verwandtschaft mit VW ID.3 und Cupra Born. Optisch geht der A2 e-tron einen eigenen Weg. Audi greift dabei einzelne Ideen des ersten A2 auf, ohne dessen Design einfach zu kopieren.
Spannend wird es auch zu sehen, was Audi aus der MEB-Basis herausholt, die der A2 e-tron mit VW ID.3 Neo und Cupra Born teilt. Der A2 e-tron muss sich nicht nur bei Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung beweisen, sondern auch bei Platzangebot, Ausstattung und Preis. Gerade dort zeigt sich, ob Audi aus der bekannten Technik tatsächlich ein eigenständiges Kompaktmodell mit Premium-Anspruch gemacht hat. Schauen wir uns also an, was der neue A2 e-tron wirklich kann und was Audi aus der bekannten Technik herausholt.
Wie groß und wie alltagstauglich ist der Audi A2 e-tron?
Der Audi A2 e-tron ist rund 4,32 Meter lang, 1,55 Meter hoch und 1,79 Meter breit. Der Kofferraum fasst 396 bis 1.336 Liter, die Anhängelast beträgt enorme 1,6 Tonnen.
Mit Außenspiegeln wächst die Breite auf rund 2,04 Meter. Auffällig ist der mit rund 2,77 Metern vergleichsweise lange Radstand. Zusammen mit den kurzen Überhängen nutzt Audi die Grundfläche effizient aus und schafft entsprechend viel Platz im Innenraum.
Das zeigt sich vor allem in der zweiten Reihe. Bei den ersten Sitzproben wurde die Knie und Kopffreiheit auch für größere Erwachsene positiv bewertet. Der A2 e-tron bleibt damit äußerlich ein kompaktes Auto, ohne sich im Fond wie ein klassischer Kleinwagen anzufühlen.
Hinter den Rücksitzen stehen 396 Liter Gepäckraum zur Verfügung. Werden die Lehnen umgeklappt, sind es 1.336 Liter. Bei den Varianten mit 170 und 240 kW ergänzt ein serienmäßiger Frunk das Platzangebot. Mit gerade einmal 13 Litern fällt er allerdings sehr klein aus und taugt in erster Linie für das Ladekabel. Ein variabler Ladeboden, die V2L-Steckdose und zusätzliche Fidlock-Befestigungspunkte gehören zum optionalen Gepäckraumpaket.
Für größere Transportaufgaben kann der A2 e-tron bis zu 1.600 Kilogramm gebremste Anhängelast ziehen. Dachlast und Stützlast liegen jeweils bei 75 Kilogramm. Damit eignet sich der Kompaktstromer auch für Fahrradträger, Dachbox oder einen größeren Anhänger.
Die ungewöhnliche Karosserieform erhöht nicht nur das Platzangebot. Ein weitgehend geschlossener Unterboden, ein steuerbarer Kühllufteinlass und eine gezielte Führung der Luft rund um die Räder drücken den cW-Wert auf 0,24. Die ersten Tests heben entsprechend vor allem das Verhältnis aus kompakten Außenmaßen, guter Raumausnutzung und hoher Alltagstauglichkeit hervor.
Welche Motoren und Akkus gibt es für den Audi A2 e-tron?
Der Audi A2 e-tron kommt mit vier Leistungsstufen von 125 bis 240 kW und ausschließlich mit Heckantrieb. Audi kombiniert sie mit LFP-Batterien mit 52 und 61 kWh sowie einem 84-kWh-NMC-Akku.
Das Basismodell leistet 125 kW und nutzt eine Batterie mit einer Kapazität von 52 kWh brutto und 50 kWh netto. Darüber folgt die Variante mit 140 kW und 61 kWh brutto sowie 58 kWh netto. Die große Batterie mit 84 kWh brutto und 79 kWh netto ist den beiden stärkeren Modellen mit 170 und 240 kW vorbehalten.
Bei den beiden kleineren Akkus setzt Audi auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen. Sie sind in Cell-to-Pack-Bauweise direkt in das Batteriegehäuse integriert. Dadurch entfällt die klassische Modulstruktur und der vorhandene Bauraum lässt sich besser ausnutzen. Audi verweist außerdem auf eine weiterentwickelte LFP-Zellchemie, die auch bei niedrigem Ladezustand und tiefen Temperaturen eine hohe Leistungsabgabe ermöglichen soll. Die 84-kWh-Batterie verwendet dagegen Nickel-Mangan-Cobalt-Zellen und eine klassische Modulbauweise.
Beim Antrieb kommen permanenterregte Synchronmaschinen der Typen APP350 und APP550 zum Einsatz. Die Leistungselektronik arbeitet mit Siliziumcarbid-Halbleitern, die Wandlungsverluste reduzieren sollen. Audi bietet den A2 e-tron in keiner Leistungsstufe mit Allradantrieb an. Selbst das Topmodell mit 240 kW und 545 Nm bleibt ein Hecktriebler. Die drei schwächeren Varianten kommen jeweils auf 350 Nm.
Die Fahrleistungen unterscheiden sich entsprechend deutlich. Der 125-kW-A2 beschleunigt in 8,8 Sekunden auf 100 km/h, die Variante mit 140 kW in 7,9 Sekunden und jene mit 170 kW in 7,0 Sekunden. Das Topmodell schafft den Sprint in 5,7 Sekunden. Die ersten drei Versionen sind bei 160 km/h abgeregelt, der 240-kW-A2 erreicht 200 km/h.
In den ersten Tests kommt der konsequente Heckantrieb gut an. Positiv bewertet wird vor allem, dass Audi auf zusätzliche Antriebskombinationen verzichtet und die vier Varianten klar staffelt.
Wie weit kommt der Audi A2 e-tron und wie schnell lädt er?
Je nach Version schafft der Audi A2 e-tron bis zu 646 Kilometer nach WLTP. Beim Schnellladen sind maximal 100 bis 183 kW möglich, 10 auf 80 Prozent dauern 24 bis 29 Minuten.
Die größte Reichweite bietet nicht das Topmodell, sondern der A2 e-tron mit 170 kW. Mit der großen Batterie kommt er je nach Fahrzeugkonfiguration auf 580 bis 646 Kilometer nach WLTP. Die 240-kW-Version liegt mit 593 bis 630 Kilometern etwas darunter. Die Version mit 125 kW und 52-kWh-Akku erreicht 376 bis 423 Kilometer, die 140 kW Variante mit 61-kWh-Akku 445 bis 515 Kilometer nach WLTP.
Beim Verbrauch sticht die 140-kW-Version heraus. Mit dem optionalen Effizienzpaket, zu dem unter anderem ein tiefergelegtes Sportfahrwerk sowie aerodynamisch optimierte 19-Zoll-Räder mit rollwiderstandsoptimierten Reifen gehören, sind ab 12,8 kWh/100 km möglich. Audi bezeichnet den A2 e-tron in dieser Konfiguration als bislang effizientestes Serienmodell der Marke. Je nach Fahrzeugkonfiguration gibt Audi für die vier Leistungsstufen folgende WLTP-Verbräuche an: 13,7 bis 15,7 kWh/100 km bei 125 kW, 12,8 bis 15,6 kWh/100 km bei 140 kW, 13,9 bis 15,7 kWh/100 km bei 170 kW und 14,2 bis 15,1 kWh/100 km bei 240 kW.
An der DC-Schnellladesäule nimmt die kleinste Batterie maximal 100 kW auf und benötigt 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Mit der mittleren Batterie sind es 105 kW und 26 Minuten. Die beiden Versionen mit großer Batterie laden mit bis zu 183 kW und brauchen jeweils 29 Minuten. Die ersten Tests sehen hier einen der wenigen Schwachpunkte des A2 e-tron: Vor allem die 29 Minuten der teureren Modelle gelten 2026 nicht mehr als besonders schnell, zumal die Spitzenleistung von 183 kW nur kurz anliegt.
An der Wallbox laden alle Varianten dreiphasig mit bis zu 11 kW. Audi nennt für eine vollständige Ladung mindestens 5,5 Stunden beim 125-kW-Modell, 6,5 Stunden bei 140 kW und jeweils 8,5 Stunden für die beiden großen Batterien.
Für Schnellladestopps konditioniert der e-tron Routenplaner die Batterie automatisch vor und berücksichtigt bei der Planung unter anderem Verkehr, Streckentopografie sowie Verfügbarkeit und Leistung der Ladesäulen. Ein Smart Range Manager kann außerdem eine Route mit weniger Ladestopps vorschlagen und dafür eine passende Fahrgeschwindigkeit empfehlen.
Der A2 e-tron kann Strom auch wieder abgeben. Per Vehicle-to-Load lassen sich externe Verbraucher über eine Steckdose im Kofferraum oder einen Adapter an der Ladebuchse versorgen. Vehicle-to-Home macht die Hochvoltbatterie mit einer kompatiblen DC-Wallbox zum Hausspeicher; Audi unterstützt die Funktion in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Beim V2H-Betrieb erfolgt das Entladen innerhalb eines Ladezustands von 20 bis 80 Prozent.
Audi A2 e-tron Cockpitansicht
Was bietet der Audi A2 e-tron bei Innenraum und Technik?
Serienmäßig sind zwei große Displays, Navigation, zwei induktive Ladeflächen und mehrere Assistenzsysteme an Bord. Optional gibt es unter anderem AR-HUD, Matrix-LED und erweiterte Fahr- und Parkassistenten.
Im Cockpit kombiniert Audi ein 11,9 Zoll großes Virtual Cockpit mit einem 12,8 Zoll großen MMI-Touchdisplay. MMI Navigation plus, Audi Application Store und Smartphone-Interface gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Ein separates Beifahrerdisplay gibt es nicht.
Die Mittelkonsole bleibt dadurch vergleichsweise aufgeräumt. Zwei Smartphones können dort gleichzeitig induktiv geladen werden, mit bis zu 25 Watt und aktiver Kühlung. Der Gangwahlhebel sitzt an der Lenksäule und schafft zusätzlichen Stauraum. Dazu kommt das serienmäßige Fidlock-System: Drei Befestigungspunkte in der Mittelkonsole und ein abnehmbarer Cupholder erlauben es, Zubehör mit einer Kombination aus Magnet und mechanischer Verriegelung zu fixieren.
Beim Materialeinsatz versucht Audi, sich von den technisch verwandten Konzernmodellen abzusetzen. Der sogenannte Softwrap zieht sich als stoffbezogene Fläche über Armaturenbrett und Türen, während weiter unten auch Hartkunststoff zum Einsatz kommt. Optional sind Sportsitze erhältlich, deren Bezüge ebenso wie weitere Softwrap-Materialien aus recyceltem Polyester bestehen. Mehr als 300 Bauteile des A2 e-tron enthalten je nach Ausstattung Rezyklatanteile.
Für mehr Licht sorgt auf Wunsch das rund 1,6 Quadratmeter große Panorama-Glasdach. Ebenfalls optional sind ein Augmented-Reality-Head-up-Display und das Sonos Premium-Soundsystem. Über „Audi connected work“ lassen sich zudem Microsoft Outlook und Teams direkt im Fahrzeug nutzen.
Bei den Assistenzsystemen ist bereits die Basis ordentlich ausgestattet. Adaptiver Geschwindigkeitsassistent, Einparkhilfe plus und Rückfahrkamera sind serienmäßig, Audi nennt außerdem Notbrems-, Ausweich- und Aufmerksamkeitsassistent. Mit den höheren Technikpaketen kommen unter anderem 360-Grad-Kameras, Matrix-LED-Scheinwerfer sowie der adaptive Fahrassistent plus hinzu. Letzterer übernimmt die aktive Spurführung und kann auch vor roten Ampeln bis zum Stillstand abbremsen.
Die ersten Tests bewerten Bedienung, Software und Assistenzsysteme überwiegend positiv. Besonders die schnelle Routenplanung und die insgesamt wertigere Anmutung kommen gut an. Kritik gibt es eher im Detail, etwa für Klavierlack, tief platzierte Sitzmemory-Tasten und die eher nüchterne Grafik der digitalen Instrumente.
Was kostet der Audi A2 e-tron und wann startet er?
In Deutschland beginnt der Audi A2 e-tron bei € 38.200, in Österreich bei € 36.600. Bestellstart ist am 10. September 2026, die ersten Fahrzeuge sollen im Dezember ausgeliefert werden.
In Deutschland verlangt Audi € 38.200 für die Version mit 125 kW. Das 140-kW-Modell kostet ab € 41.900, die Variante mit 170 kW ab € 48.900 und das Topmodell mit 240 kW ab € 51.200.
In Österreich liegen die Listenpreise niedriger. Hier startet der A2 e-tron bei € 36.600, gefolgt von € 40.700 für 140 kW, € 46.500 für 170 kW und € 50.900 für 240 kW. Der Unterschied zu Deutschland beträgt je nach Version zwischen € 300 und € 2.400.
Audi öffnet die Bestellbücher am 10. September 2026. Die ersten Fahrzeuge sollen ab Dezember bei den Händlern stehen beziehungsweise an Kunden ausgeliefert werden.
In den ersten Tests kommen die Preise gut an. Vor allem der vergleichsweise geringe Abstand zu technisch verwandten Modellen aus dem VW-Konzern wird positiv bewertet, weil Audi beim A2 e-tron zugleich mehr Wert auf Materialanmutung, Raumkonzept und einige eigenständige Detaillösungen legt.
Fazit: Ist der Audi A2 e-tron mehr als ein Premium-ID.3?
Der A2 e-tron erfindet das Elektroauto nicht neu, nutzt die bekannte Konzernbasis aber bemerkenswert konsequent. Vor allem die gute Raumausnutzung, die hohe Effizienz und die eigenständigen Lösungen im Innenraum geben ihm genug Abstand zu seinen technischen Verwandten. Dazu kommt eine bereits in der Basis umfangreiche Digital- und Assistenzausstattung.
Besonders überzeugend wirkt die Kombination aus kompakten Abmessungen und hoher Alltagstauglichkeit. Bis zu 646 Kilometer WLTP-Reichweite, 1,6 Tonnen Anhängelast und ein geräumiger Innenraum machen den A2 e-tron deutlich vielseitiger, als es seine Außenmaße vermuten lassen. Auch die ersten Tests bestätigen den positiven Eindruck bei Platzangebot, Bedienung und Materialanmutung.
Der größte Schwachpunkt liegt beim Schnellladen. 183 kW und 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent sind solide, setzen 2026 in dieser Fahrzeugklasse aber keine Maßstäbe. Beim Preis positioniert Audi den A2 e-tron dagegen erstaunlich konkurrenzfähig. Gerade deshalb wirkt er nicht wie ein lediglich luxuriöser verkleideter ID.3, sondern wie eine eigenständige Interpretation derselben technischen Basis - mit erkennbarem Audi-Charakter.
Elektrisch unterwegs? Alles, was du zur THG-Prämie 2026 wissen musst
E-Mail-Adresse eingeben, Fahrzeugschein hochladen, Prämie kassieren. Dauert nur Sekunden. Gilt für alle E-Autos, E-Motorräder, E-Lkw, E-Busse etc. Direkt zum kostenlosen THG-Service von INSTADRIVE.
Weiterführende Links
Deutschland
Österreich
Schweiz
Kostenlosen Termin buchen. Beraten lassen. 50 € geschenkt*.
Lass dich von unseren E-Auto-Spezialisten zu Fahrzeugen und Leasing-Optionen beraten – unabhängig von Marken und ganz auf deine Bedürfnisse zugeschnitten.
Simona Marino
Verkaufsleiterin
Regelmäßige E-Mobility Updates sichern!
Einmal im Monat die wichtigsten News zur Elektromobilität ins Postfach.

