Der Neustart im Münchner Stammwerk markiert die neue Ära des 3er-BMW
Mit dem iX3 der „Neuen Klasse“ hatte BMW den tiefgreifenden Wandel bereits eingeläutet, der die Ausrichtung der Marke langfristig prägen soll. War der erste Vertreter dieser neuen Fahrzeuggeneration noch ein SUV-Modell, folgt nun mit dem neuen BMW i3 eine Limousine. Im Münchner Stammwerk wird der elektrische 3er gebaut werden, der konsequent auf eine neue, rein für Elektroautos konzipierte Architektur aufbaut.
Der i3 ist damit der nächste Schritt in BMWs Elektro-Strategie. Als Limousine wird er zeigen müssen, wie gut sich das Konzept der „Neuen Klasse“ auf unterschiedliche Fahrzeugsegmente anpassen lässt, denn die Limousine wurde von Grund auf neu gedacht.
Architektur, Technik und Fahrzeuglayout wurden vollständig auf die Anforderungen eines Elektroautos abgestimmt. Der i3 macht deutlich, wie konsequent BMW diesen Weg geht. Wir sehen uns heute die Stärken und Schwächen (?) des BMW i3 Neue Klasse an.
Wie sieht das Design des BMW i3 aus?
Die Proportionen und das Design zeigen klar die Vorteile der neuen Elektro-Architektur und sorgen für eine deutlich dynamischere Erscheinung.
Mit einer Fahrzeuglänge von 4,76 Metern positioniert sich die neue BMW-Limousine im klassischen Mittelklasse-Segment, während die Höhe von nur 1,48 Metern für eine auffallend flache Silhouette sorgt. Diese Kombination verleiht dem Fahrzeug eine gestreckte und gleichzeitig sehr sportlich wirkende Erscheinung.
Besonders deutlich wird das im direkten Vergleich zur aktuellen BMW 3er-Limousine. Der i3 ist lediglich 1,5 Zentimeter höher, wirkt durch seine Proportionen jedoch deutlich flacher und dynamischer. Diese Wirkung entsteht nicht nur durch die absolute Höhe, sondern vor allem durch die gesamte Linienführung und die Art, wie das Fahrzeug auf der Straße steht.
Im Gegensatz zu anderen Elektro-Limousinen verfolgt der i3 eine sehr dynamische Designsprache. An der Front fällt dabei vor allem die horizontal breitgezogene Niere ins Auge, die als Hommage an die Ur-Neue-Klasse der 60er-Jahre angesehen wird.
Welche Leistung bringt der BMW i3 50 xDrive auf die Straße?
Der i3 50 xDrive kombiniert hohe Systemleistung mit exakter Lenkung und legt den Fokus klar auf Fahrdynamik.
Im neuen BMW i3 50 xDrive arbeiten zwei Elektromotoren zusammen, die ihre Kraft auf alle vier Räder verteilen und damit einen elektrischen Allradantrieb ermöglichen. Die Systemleistung liegt bei 345 Kilowatt, was etwa 469 PS entspricht. Ein maximales Drehmoment von 645 Newtonmetern, das unmittelbar zur Verfügung steht, sorgt für einen entsprechend souveränen Antritt.
Aber nicht nur die reine Leistung ist stark, sondern auch deren Steuerung. BMW setzt hier auf einen neuen Hochleistungsrechner mit der Bezeichnung „Heart of Joy“. Dieses System übernimmt die Koordination der Fahrdynamik in Echtzeit und verarbeitet kontinuierlich eine Vielzahl von Fahrzeugdaten. Ziel ist es, die Leistungsentfaltung möglichst präzise und situationsabhängig zu steuern, sodass sich das Fahrzeug jederzeit kontrolliert und vorhersehbar bewegen lässt.
Auf die Spitze kann man dieses Konzept mit einem optional erhältlichen adaptiven M-Fahrwerk treiben. Es soll einen weiten Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit ermöglichen und damit sowohl entspanntes Gleiten als auch, durch eine besonders straffe Abstimmung, für sportliches Fahren geeignet sein. In Kombination mit dem Allradantrieb entsteht so ein Gesamtpaket, das auf Fahrstabilität, Traktion und ein direktes Fahrgefühl ausgelegt ist.
Welche Reichweite und Ladeleistung erreicht der BMW i3?
Der i3 kombiniert eine große Batterie, 800-Volt-Technik und eine hohe Ladeleistung zu einem auf Langstrecke ausgelegten Gesamtpaket.
Der BMW i3 nutzt eine Batterie mit 108 Kilowattstunden Kapazität und setzt auf eine 800-Volt-Architektur. Die höhere Spannung reduziert Verluste bei der Energieübertragung und ermöglicht entsprechend hohe Ladeleistungen. Verbaut sind Rundzellen mit einer Höhe von 95 Millimetern, die in einer sogenannten Cell-to-Body-Struktur direkt in die Fahrzeugkarosserie integriert sind. Die Batterie übernimmt damit auch strukturelle Aufgaben.
Die Reichweite fällt entsprechend hoch aus. Nach WLTP-Standard sind bis zu 900 Kilometer möglich. Auch beim Laden zeigt sich der Fokus auf die Langstrecke. Die maximale Ladeleistung liegt bei maximal 400 Kilowatt. Innerhalb von zehn Minuten sollen sich rund 400 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Der Bereich von 10 auf 80 Prozent wird mit etwa 21 Minuten angegeben.
Zusätzlich unterstützt der i3 bidirektionales Laden. Das Fahrzeug kann Energie nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben und beispielsweise als Stromspeicher für ein Gebäude dienen. BMW bietet dafür eine eigene DC-Wallbox an, die bei rund 2.000 Euro liegt und diese Nutzung im Alltag ermöglichen soll.
Wie ist der Innenraum des BMW i3 gestaltet und wie ist die Bedienung?
Der Innenraum ist fahrerorientiert, digital ausgelegt und setzt auf nachhaltige Materialien
Der BMW i3 setzt im Innenraum auf ein konsequent fahrerzentriertes Konzept. Im Mittelpunkt steht ein leicht geneigtes Panoramic Display, das alle relevanten Informationen bündelt. Ergänzt wird das System durch ein 3D-Head-up-Display, das Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld projiziert und so den Blick auf die Straße nicht ablenkt.
Bei der Bedienung spielt auch das Smartphone eine zentrale Rolle. Eine magnetische Halterung mit Qi-2-Standard ermöglicht kabelloses Laden und eine stabile Fixierung während der Fahrt. Gleichzeitig zeigt sich im Materialeinsatz ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit. Im Innenraum kommen Recycling-Materialien zum Einsatz, ergänzt durch veganes Kunstleder.
Im Fond sorgt der vollständig ebene Fahrzeugboden für mehr Bewegungsfreiheit. Gleichzeitig bringt die flache Bauweise Einschränkungen mit sich. Der Abstand zwischen Boden und Sitzfläche fällt geringer aus, was sich auf die Sitzposition auswirkt. Besonders großgewachsene Passagiere müssen hier mit einer weniger entspannten Beinhaltung rechnen.
Wie praktisch ist das Raumangebot des BMW i3 im Alltag?
Der i3 bietet mit klassischem Kofferraum und vergleichsweise großem Frunk eine durchdachte Aufteilung des Stauraums.
Der BMW i3 ist eine klassische Limousine mit Stufenheck und orientiert sich beim Kofferraumvolumen am aktuellen 3er. Das heißt, es stehen rund 480 Liter zur Verfügung, was für diese Fahrzeugklasse ein solides und alltagstaugliches Niveau darstellt.
Zusätzlichen Stauraum gibt es unter der Fronthaube. Der sogenannte Frunk fasst etwa 58 Liter und fällt damit vergleichsweise großzügig aus. Gerade für Ladekabel eignet er sich perfekt wodurch der Kofferraum sauberer bleiben kann.
Die geplante Touring-Variante wird als Kombi natürlich noch viel mehr Stauraum bieten und mehr Nutzungsszenarien abdecken.
BMW i3 Cockpitansicht
Was kostet der BMW i3 und wann kommt er auf den Markt?
Der i3 50 xDrive startet im Bereich der oberen Mittelklasse und kommt im Herbst 2026.
Der BMW i3 50 xDrive liegt in der Basiskonfiguration bei rund 64.000 Euro. Damit bewegt sich die Limousine am oberen Ende der Mittelklasse und erreicht ein Preisniveau, das bereits in Richtung klassischer Premium-Modelle geht.
Der Marktstart ist für den Herbst 2026 vorgesehen.
Fazit: Ist der BMW i3 ein überzeugender Schritt in der „Neuen Klasse“?
Der BMW i3 ist ein klar auf Sportlichkeit ausgelegtes Elektroauto mit starken Leistungsdaten, hoher Reichweite und sehr hoher Ladeleistung. Gerade auf der Langstrecke spielt er seine Stärken aus, mit bis zu 900 Kilometern Reichweite und schnellen Ladezeiten, die kurze Stopps ermöglichen. Das Auto wird viele Freunde bei Langstreckenfahrern finden.
Dazu kommt mit dem bidirektionalen Laden eine Funktion, die über das reine Fahren hinausgeht und das Fahrzeug auch als Energiespeicher nutzbar macht. Damit zeigt der i3, in welche positive Richtung sich Elektromobilität zusätzlich entwickeln kann.
Allerdings hat das Konzept seinen Preis. Mit rund 64.000 Euro in der Einstiegsvariante bewegt sich der i3 50 xDrive auf einem entsprechend hohen Niveau.
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Simona Marino
Verkaufsleiterin
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