THG-Prämie für öffentliche Ladesäulen: So viel bringt dein Ladestrom

THG-Prämie für öffentliche Ladesäulen INSTADRIVE THG

Wenn aus Ladestrom zusätzlicher Erlös wird

Öffentliche Ladeinfrastruktur kann gleich auf mehreren Wegen Erträge bringen. Neben den Einnahmen aus dem eigentlichen Ladevorgang lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen auch der abgegebene Strom über die THG-Quote vermarkten. Das kann nicht nur für große Ladeparks interessant sein, sondern ebenso für Unternehmen, Gemeinden, Autohäuser oder andere Standorte mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten.
Entscheidend ist, dass die Ladeinfrastruktur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und die abgegebenen Strommengen korrekt erfasst werden. Wie die THG-Prämie für öffentlichen Ladestrom funktioniert, welche Ladepunkte infrage kommen und worauf du bei der Abwicklung achten solltest, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Wer kann für öffentlichen Ladestrom THG-Prämie erhalten?

Für die THG-Prämie kommen öffentlich zugängliche Ladepunkte infrage. Das gilt auch für Ladesäulen auf privaten Grundstücken oder Firmengeländen, sofern sie der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Dazu zählen beispielsweise Ladepunkte bei Unternehmen, Autohäusern, Einkaufszentren, Parkhäusern oder Gemeinden. Auch Kunden- und Besucherparkplätze können öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur bieten. Selbst eingeschränkte Öffnungszeiten schließen das grundsätzlich nicht aus.

Ob für den Ladevorgang Geld verlangt wird, spielt dabei keine Rolle. Auch kostenlos abgegebener Ladestrom kann über die THG-Quote vermarktet werden.

Nicht darunter fallen private Wallboxen sowie Ladesäulen, die ausschließlich dem eigenen Fuhrpark, Mitarbeitern oder einem anderen klar abgegrenzten Personenkreis zur Verfügung stehen.

Bei Ladepunkten auf Firmen- oder Gemeindegrundstücken ist die Zuordnung nicht immer auf den ersten Blick eindeutig. Ein THG-Dienstleister wie der INSTADRIVE-THG-Service prüft deshalb gemeinsam mit dir, ob deine Ladeinfrastruktur als öffentlich gelten kann.

Welche Voraussetzungen müssen öffentliche Ladesäulen erfüllen?

Für die THG-Anrechnung müssen die Ladepunkte korrekt registriert sein und die abgegebenen Strommengen mess- und eichrechtskonform erfassen. Außerdem müssen die erforderlichen Betreiber- und Ladepunktdaten vollständig vorliegen.


Öffentlich zugängliche Ladepunkte müssen bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden. Für die THG-Abwicklung werden zudem eindeutige Angaben zum Betreiber und zum jeweiligen Ladepunkt benötigt. Dazu gehören seit 2026 unter anderem die EVSE Operator ID sowie die vollständige EVSEID.

Auch die Strommenge selbst muss nachvollziehbar dokumentiert sein. Berücksichtigt werden nur Kilowattstunden, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechend erfasst wurden. Gerade bei älteren Ladepunkten oder größeren Standorten mit unterschiedlichen Systemen ist eine Prüfung angeraten, bevor THG-Mengen eingereicht werden.

Der INSTADRIVE-THG-Service unterstützt dabei von Anfang an: Wir prüfen die Voraussetzungen und klären fehlende Angaben So musst du dich nicht selbst durch die einzelnen Anforderungen arbeiten.

Wie viel THG-Prämie gibt es pro geladener Kilowattstunde?

Die Höhe der THG-Prämie richtet sich nach den Marktgegebenheiten und wird von Angebot und Nachfrage bestimmt. Aktuelle Angebote für öffentlichen Netzladestrom liegen 2026 ungefähr zwischen 9 und 17 Cent/kWh.

Die tatsächliche Vergütung kann sich im Jahresverlauf verändern. Unterschiede gibt es zudem zwischen den Vergütungsmodellen der einzelnen Anbieter. Manche zahlen einen festen Betrag pro Kilowattstunde, andere beteiligen Betreiber am später erzielten Vermarktungserlös.

Bei INSTADRIVE bewegen wir uns mit unserer Vergütung üblicherweise am oberen Ende des aktuellen Prämienbereichs. Je nach abgegebener Strommenge sind außerdem individuelle Vereinbarungen möglich. Sprich uns einfach unverbindlich an. Zusammen finden wir sicher eine ansprechende Lösung. 

Wie funktioniert die THG-Vermarktung von Ladestrom?

Die gemessenen Strommengen werden beim Umweltbundesamt eingereicht und dort geprüft. Anschließend stellt das UBA eine Bescheinigung aus, auf deren Grundlage die entsprechende THG-Minderung am Markt vermarktet werden kann.

Für die Einreichung werden die anerkennungsfähigen Strommengen der öffentlichen Ladepunkte für das jeweilige Verpflichtungsjahr zusammengeführt und mit den erforderlichen Ladepunkt- und Betreiberdaten an das Umweltbundesamt übermittelt. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, bescheinigt das UBA die eingereichte Strommenge und die daraus errechneten Treibhausgasemissionen.

Mit dieser Bescheinigung kann die entsprechende THG-Minderung an ein Unternehmen übertragen werden, das zur Erfüllung der Treibhausgasminderungsquote verpflichtet ist. Der dafür erzielte Preis entsteht am THG-Markt und bildet letztlich die Grundlage für die Auszahlung an den Betreiber der Ladepunkte.

Ein THG-Dienstleister übernimmt diesen Prozess für seine Kunden und kann dabei die Strommengen vieler Betreiber bündeln. Bei INSTADRIVE kümmern wir uns professionell um die Einreichung beim Umweltbundesamt, die anschließende Vermarktung und die Auszahlung der vereinbarten Prämie.

THG-Quote selbst vermarkten oder einen THG-Dienstleister nutzen?

Die Eigenvermarktung ist möglich, bedeutet aber deutlich mehr organisatorischen Aufwand. Ein THG-Dienstleister bündelt die notwendigen Schritte und übernimmt die Vermarktung der anrechenbaren Strommengen.


Bei der Eigenvermarktung musst du die Daten selbst für die Einreichung aufbereiten, das Verfahren beim Umweltbundesamt abwickeln und anschließend einen quotenverpflichteten Abnehmer für die THG-Minderung finden. Hinzu kommen die erforderlichen Verträge und weitere Formalitäten rund um die Übertragung.
Über einen THG-Dienstleister lässt sich dieser Aufwand auslagern. Für Unternehmen und Ladepunktbetreiber liegt der größte Vorteil eines THG-Dienstleisters vor allem in der Entlastung im Alltag. Statt sich selbst mit Behördenwegen, Fristen und den einzelnen Schritten der THG-Vermarktung beschäftigen zu müssen, kannst du die Abwicklung an den INSTADRIVE-THG-Service übergeben. Die Abwicklung ist für Unternehmen kostenlos, und für Rückfragen hast du einen persönlichen Ansprechpartner.

Lohnt sich die THG-Prämie auch bei kleineren Strommengen?

Ja. Auch bei überschaubaren Strommengen können über das Jahr zusätzliche Erlöse entstehen, die eine Vermarktung interessant machen.


Ein Beispiel zeigt die Größenordnung: Werden an einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt innerhalb eines Jahres 5.000 kWh abgegeben, ergeben sich bei den aktuell recherchierten Marktangeboten von rund 9 bis 17 Cent/kWh etwa 450 bis 850 Euro THG-Erlös.

Auch bei kleinen Unternehmen, Gemeinden oder kleineren Standorten lohnt es sich deshalb, die jährlich abgegebene Strommenge einmal zusammenzurechnen. Bei mehreren Ladepunkten können sich auch jeweils kleinere Mengen schnell summieren.

Ob und zu welchen Konditionen eine Vermarktung sinnvoll ist, kannst du direkt mit dem INSTADRIVE-THG-Service klären. Bei größeren Strommengen sind wie bereits erwähnt zudem individuelle Vereinbarungen möglich.

Fazit: Die EU muss den Klimaschutz weiter vorantreiben

Öffentlich abgegebener Ladestrom kann neben dem eigentlichen Ladegeschäft eine zusätzliche Einnahmequelle sein. Voraussetzung ist, dass die Ladepunkte die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und die Strommengen korrekt erfasst werden.

Bei bestehenden Ladepunkten lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die eigene Infrastruktur. Schon einige Tausend Kilowattstunden pro Jahr können dabei einen spürbaren zusätzlichen Erlös bringen.

Wer sich nicht selbst mit den einzelnen Schritten der THG-Vermarktung beschäftigen möchte, kann die Abwicklung über den INSTADRIVE-THG-Service organisieren. Wir prüfen gemeinsam mit dir, ob deine Ladepunkte infrage kommen, und sind immer auch für individuelle Lösungen zu haben.

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Simona Marino
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