THG-Prämie Österreich erklärt: Warum E-Mobilität Geld bringt

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Fragen und Antworten zur THG-Prämie in Österreich

Die THG-Prämie ist für viele ein undurchsichtiges Konstrukt. Irgendwo ist von Geld für Elektroautos die Rede, von Quoten, Zertifikaten und Anbietern, doch was davon wirklich relevant ist und warum am Ende tatsächlich Geld ausgezahlt wird, bleibt oft unklar. Hier setzt dieser Artikel an. Unser Ziel ist es, Ordnung in ein System zu bringen, das auf den ersten Blick komplizierter erscheint, als es für dich als E-Auto-Fahrer eigentlich sein müsste.

Wir beantworten die zentralen Fragen zur THG-Prämie in Österreich. Wer zahlt hier eigentlich wem Geld? Warum sind ausgerechnet Elektroautos Teil dieses Systems? Weshalb schwanken die Beträge von Jahr zu Jahr, und warum dauert die Auszahlung manchmal so lange?


In den folgenden Abschnitten erklären wir die Hintergründe, welche Rolle du darin spielst und warum die THG-Prämie kein Geschenk, sondern das Ergebnis eines Systems ist, das Elektromobilität einträglich macht.

Was ist die THG-Prämie in Österreich überhaupt?

Die THG-Prämie ist eine jährliche Vergütung für nachweislich eingesparte Treibhausgasemissionen durch Elektromobilität.

Die THG-Prämie in Österreich ist ein System, mit dem eingesparte Treibhausgasemissionen einen messbaren und wirtschaftlich nutzbaren Wert erhalten. Grundlage ist der Umstand, dass Elektrofahrzeuge im Betrieb kein Benzin oder Diesel verbrauchen und dadurch Emissionen vermeiden, die bei konventionellen Antrieben entstehen würden. Diese vermiedenen Emissionen gelten nicht nur als abstrakter Umweltvorteil, sondern werden rechnerisch erfasst und als eigenständige Größe behandelt.

Wichtig: Die THG-Prämie ist keine staatliche Förderung und kein Zuschuss aus einem Budgettopf. Es handelt sich vielmehr um eine Vergütung für den Verzicht auf fossile Kraftstoffe im Straßenverkehr. Diese Leistung wird jährlich neu bewertet, weshalb auch die Prämie jedes Jahr ausgezahlt werden kann und nicht nur einmalig gewährt wird.

Die THG-Prämie liegt also nicht im Fahrzeug selbst, sondern in dessen Nutzung. Entscheidend ist, dass es elektrisch betrieben wird und dadurch Emissionen einspart. Genau diese Einsparung bildet die Grundlage für die spätere Vergütung und macht Elektromobilität in diesem System zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor.

Warum bekommen E-Auto-Fahrer Geld von Mineralölkonzernen?

Mineralölkonzerne zahlen Geld, weil sie gesetzlich verpflichtet sind, ihre CO₂-Emissionen zu senken, und Elektroautos dabei als anrechenbare Einsparung dienen.


Der Grund liegt in einer gesetzlichen Verpflichtung. Unternehmen in Österreich, die Benzin und Diesel verkaufen, müssen ihre Treibhausgasemissionen jedes Jahr reduzieren. Diese Verpflichtung steigt jährlich an und betrifft eben genau jene Akteure, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen. Das Gesetz gibt dabei nicht vor, aus welchem Motiv heraus diese Reduktion erfolgen soll, sondern verlangt lediglich, dass die Emissionen tatsächlich sinken.

Um diese Vorgaben zu erfüllen, haben die verpflichteten Unternehmen mehrere zulässige Wege. Einer davon besteht darin, CO₂-Einsparungen von Elektroautos zu kaufen. Diese verbrauchen im laufenden Betrieb keine fossilen Treibstoffe. Die dadurch vermiedenen Emissionen werden als anrechenbare Einsparungen behandelt. Für Mineralölkonzerne entsteht daraus die Möglichkeit, diese Einsparungen zu erwerben, um ihre eigenen gesetzlichen Ziele zu erfüllen.

Das Geld, das E-Auto-Fahrer am Ende erhalten, ist somit kein direkter Bonus für umweltbewusstes Verhalten, sondern Teil eines verpflichtenden Ausgleichssystems. Die Unternehmen kaufen Emissionseinsparungen, weil sie diese benötigen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Dass daraus eine Zahlung an Elektroautofahrer entsteht, ist die direkte Folge dieser Konstruktion und erklärt, warum Geld genau aus dieser Richtung fließt.

Wer kann die THG-Prämie in Österreich beantragen?

Teilnehmen kann jeder, der in Österreich elektrisch unterwegs ist oder elektrische Fahrzeuge betreibt.

Die Teilnahme am THG-Prämien-System in Österreich ist breiter angelegt, als viele zunächst annehmen. Grundsätzlich können alle teilnehmen, die in Österreich ein zweispuriges, rein elektrisch betriebenes Fahrzeug besitzen oder betreiben. Diese Einschränkung ist wesentlich. Einspurige Fahrzeuge wie elektrische Motorräder oder Roller sind von der THG-Prämie ausgeschlossen und können keine anrechenbaren Emissionsmengen geltend machen.

Zu den teilnahmeberechtigten Gruppen zählen Privatpersonen, die ein Elektroauto nutzen, ebenso wie Unternehmen mit elektrisch betriebenen Fahrzeugflotten. Entscheidend ist allein, dass die Fahrzeuge elektrisch betrieben werden und die formalen Voraussetzungen erfüllen. Auch Betreiber von elektrisch betriebenen Bussen und Lastkraftwagen können teilnehmen.

Eine weitere Gruppe bilden Betreiber von Ladestationen. Auch sie leisten einen Beitrag zur elektrischen Mobilität, indem sie elektrische Energie für den Verkehrsbereich bereitstellen. Diese Nutzung kann ebenfalls im Rahmen der THG-Prämie berücksichtigt werden.

Wie funktioniert die Registrierung für die THG-Prämie?

Die Registrierung für die THG-Prämie erfolgt online, dauert nur einen Augenblick und erfordert lediglich den Upload des Zulassungsscheins.


Die Registrierung erfolgt vollständig online und kann mit minimalem Zeitaufwand erledigt werden kann. Für dich bedeutet das konkret: Es ist kein Behördengang notwendig, kein Ausfüllen komplexer Formulare und keine wiederholte Dateneingabe. Der gesamte Prozess ist darauf ausgelegt, die Teilnahme möglichst niederschwellig zu machen.

Zentraler Bestandteil der Registrierung ist der Upload des Zulassungsscheins. Zusätzlich müssen bei der Registrierung die Adresse sowie die Bankverbindung angegeben werden, damit eine spätere Auszahlung möglich ist. Sobald der Zulassungsschein hochgeladen und die erforderlichen Angaben gemacht wurden, ist der formale Teil abgeschlossen.

Die Registrierung muss jährlich erfolgen, da die THG-Prämie immer auf ein Verpflichtungs-Jahr bezogen ist, kann jedoch bei einigen Anbietern auch automatisiert ins Folgejahr übertragen werden.

Wann wird die THG-Prämie ausgezahlt und warum dauert das so lange?

Die Auszahlung erfolgt immer im Herbst des Folgejahres, weil der gesamte Prozess gesetzlich festgelegten Fristen folgt.


Die Auszahlung der THG-Prämie erfolgt nicht sofort, sondern zeitversetzt. Für dich heißt das ganz konkret: Die Prämie für ein Jahr wird erst im Herbst des darauffolgenden Jahres ausbezahlt. So wird zum Beispiel die THG-Prämie für 2025 erst im Herbst 2026 ausgezahlt. Das ist normal, gesetzlich vorgegeben und kein Sonderfall.

Der Grund dafür liegt im fixen Ablauf des Systems. Die registrierten Fahrzeuge dürfen erst im Folgejahr gesammelt beim Umweltbundesamt eingereicht werden. Eine laufende oder sofortige Abrechnung ist nicht vorgesehen. Nach der Prüfung durch das Umweltbundesamt werden die anerkannten Energiemengen freigegeben und anschließend im eQuotenhandel verkauft. Erst wenn diese Zertifikate an quotenverpflichtete Unternehmen übertragen wurden, fließt Geld.

Sobald die Erlöse aus diesem Verkauf beim Anbieter eingehen, wird die THG-Prämie an dich ausbezahlt. Die Wartezeit entsteht also weil der Gesetzgeber einen klaren Zeitplan vorgibt, der für alle gleich gilt.

Einige Anbieter bieten zusätzlich Express-Zahlungen ohne lange Wartezeit an. Diese fallen deutlich niedriger aus, weil der Anbieter in Vorleistung tritt, sich gegen sinkende Marktpreise absichern muss und gegebenenfalls Kredite zur Finanzierung dieser Sofortauszahlungen bedient.

Wie hat sich die Höhe der THG-Prämie in den letzten Jahren entwickelt?

Die Höhe der THG-Prämie schwankt stark und hängt vom Marktgeschehen ab.

Die THG-Prämie war in der Vergangenheit schon einmal deutlich höher als heute. Vor einigen Jahren lagen die Auszahlungen noch bei mehreren hundert Euro. In dieser Phase war das Angebot an anrechenbaren Alternativen begrenzt, wodurch Elektroautos im Emissionshandels-System einen hohen wirtschaftlichen Wert hatten. Entsprechend attraktiv fiel die Prämie aus.

Im Jahr 2024 änderte sich das deutlich. Der Markt wurde von großen Mengen günstigem Biodiesel aus China geprägt. Diese Alternative zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben war für Mineralölkonzerne preislich attraktiver, weshalb sie bevorzugt genutzt wurde. Die Nachfrage nach CO₂-Einsparungen aus Elektrofahrzeugen ging dadurch zurück. Als direkte Folge sank auch die Höhe der THG-Prämie spürbar.

Die THG-Prämie hängt unmittelbar mit Angebot und Nachfrage auf dem Markt zusammen. Stehen viele günstige Alternativen zur Verfügung, fällt die Prämie niedriger aus. Werden diese knapper oder unattraktiver, steigt der Wert der Einsparungen aus der Elektromobilität wieder an.


Seit 2025 ist wieder ein leichter Aufwärtstrend erkennbar. Hintergrund sind geänderte EU-Regeln für den Import von Biodiesel, wodurch diese zuvor sehr günstige Erfüllungsoption an Bedeutung verloren hat. Wenn alternative Wege knapper oder teurer werden, steigt der wirtschaftliche Wert der CO₂-Einsparungen aus Elektrofahrzeugen entsprechend.

Wie viel Geld bringt die THG-Prämie für 2025 und 2026?

Für 2025 sind aktuell 100 Euro möglich, für 2026 wird mit höheren Beträgen gerechnet.


Für das Verpflichtungsjahr 2025 gibt es derzeit noch eine Last-Minute-Chance. Wer sein Fahrzeug bis Mitte Februar registriert, kann sich aktuell noch 100 Euro sichern.

Spannend wird der Blick auf 2026. Wer sich bereits jetzt für das nächste Jahr mitregistriert, kann von weiter steigenden Prämien profitieren. Hintergrund ist der genannte, seit  letztem Jahr erkennbare Aufwärtstrend, der aus veränderten Marktbedingungen resultiert. Bei INSTADRIVE gibt es für die Kombination der Jahre 2025 und 2026 ein Prämie von 310 Euro. Der Preis für 2026 ist dabei noch nicht fix, sondern kann sich noch ändern. Voraussichtlich nach oben.

Worauf sollte man bei der Wahl eines THG-Anbieters achten?

Ein guter THG-Anbieter ist beständig, transparent und bindet dich nicht unbemerkt langfristig.


Für das Verpflichtungsjahr 2025 gibt es derzeit noch eine Last-Minute-Chance. Wer sein Fahrzeug bis Mitte Februar registriert, kann sich aktuell noch 100 Euro sichern.

Nicht jeder Anbieter am THG-Markt arbeitet gleich. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick, bevor du dich registrierst. Ein Kriterium für die Wahl ist die Beständigkeit des Anbieters. In der Vergangenheit gab es sowohl in Österreich als auch in Deutschland Fälle, in denen THG-Anbieter vom Markt verschwunden sind. Wer hier auf einen Anbieter setzt, der bereits seit mehreren Jahren aktiv ist, reduziert dieses Risiko deutlich.

Ebenso wichtig ist Transparenz. Ein kurzer Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen reicht oft schon aus, um zu erkennen, ob versteckte Kosten oder nachteilige Regelungen enthalten sind. Besonders kritisch sind unklare Klauseln, die im Nachhinein zu Prämienabzügen führen können. Seriöse Anbieter formulieren ihre Bedingungen verständlich und ohne Überraschungen.

Ein weiterer Punkt ist die Vertragslaufzeit. Hier solltest du darauf achten, dass sich der Vertrag nicht automatisch und nicht ohne vorherige Information ins nächste Jahr verlängert, möglicherweise zu schlechteren Konditionen. Gerade bei schwankenden Prämienhöhen ist es wichtig, jedes Jahr neu entscheiden zu können. So behältst du die Kontrolle und kannst flexibel auf Marktveränderungen reagieren.

Was ist das Besondere an der THG-Prämie bei INSTADRIVE?

INSTADRIVE bietet zusätzlich zur Auszahlung die Möglichkeit, einen Teil der THG-Prämie zu spenden.


INSTADRIVE bietet als einer der wenigen Anbieter die Möglichkeit, einen Teil der THG-Prämie freiwillig an gemeinnützige Organisationen weiterzugeben. Konkret können Teilbeträge oder sogar die gesamte Prämie abgezweigt und gespendet werden. Die Entscheidung darüber liegt beim Fahrzeughalter.

Die gespendeten Beträge gehen an ausgewählte gemeinnützige Organisationen und Umweltschutzorganisationen wie Caritas, WWF, Licht ins Dunkel und das Österreichische Rote Kreuz. So kann man als Elektroautofahrer nicht nur selbst Geld aus der THG-Prämie kassieren, sondern gleichzeitig soziale Projekte und den Umweltschutz aktiv unterstützen.

Durch diese Möglichkeit konnten Kunden von INSTADRIVE in Deutschland und Österreich in den vergangenen Jahren bereits mehr als 400.000 Euro an wohltätige Organisationen weitergeben. Damit wird die finanzielle Vergütung aus der THG-Prämie mit einem zusätzlichen gesellschaftlichen Nutzen verbunden.

Fazit: Warum zahlt sich Elektromobilität in Österreich auch finanziell aus?

Elektromobilität rechnet sich in Österreich nicht nur wegen geringerer Betriebskosten und weiterer Vorteile, sondern auch durch einen direkten finanziellen Rückfluss. Die THG-Prämie macht sichtbar, dass elektrisch gefahrene Kilometer einen marktwirtschaftlichen Wert haben. Wer elektrisch unterwegs ist, spart Emissionen ein, die von anderen Akteuren benötigt werden, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Genau daraus entsteht Geld.

Für E-Auto-Fahrer bedeutet das: Elektromobilität zeugt von Umweltbewusstsein und bietet zusätzlich einen ökonomischen Vorteil. Die eingesparten Emissionen werden zertifiziert, gebündelt und am Markt verkauft. Am Ende kommt dieser Wert bei jenen an, die elektrisch fahren. Das System belohnt damit genau das Verhalten, das politisch gewollt ist, ohne dabei auf klassische staatliche Förderung zu setzen.

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Simona Marino
Verkaufsleiterin

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