Was ist der Memory-Effekt? Der Memory-Effekt beschreibt einen Kapazitätsverlust bei Akkus, die wiederholt nur teilweise entladen und dann wieder aufgeladen werden – der Akku „merkt“ sich quasi den Laderhythmus und stellt irgendwann nur noch so viel Energie zur Verfügung, wie zuletzt abgerufen wurde. Entdeckt wurde der Effekt in den 1960er Jahren bei NASA-Satelliten. Klassisch betroffen sind ältere Nickel-Cadmium-Akkus. Die Lithium-Ionen-Akkus moderner Elektroautos sind davon praktisch nicht betroffen – man kann sie jederzeit und beliebig oft teilweise laden, ohne Kapazitätsverlust befürchten zu müssen. Eine Ausnahme: Bei LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) wurde in der Forschung ein schwacher Memory-Effekt nachgewiesen, der aber durch das Batteriemanagementsystem in der Praxis weitgehend ausgeglichen wird.
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